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Neumorphism.io (Screenshot: t3n)

Der dänische Frontend-Entwickler Adam Giebl stellt eine Web-App vor, die UI-Elemente im populären Neumorphismus-Stil generiert.

Auf Neumorphism.io können Webentwickler UI-Elemente im Stil des ?neuen Skeuomorphismus? generieren lassen. Der Prozess läuft vollständig visuell. Der resultierende CSS-Code kann über die Zwischenablage auskopiert werden.

Neumorphismus per Drag, Drop, Click

Die Verwendung des Neumorphismus-Generators von Adam Giebl ist selbsterklärend. Zunächst wählt ihr eine Farbe per Picker oder gebt sie als Hex-Wert ein. Danach spielt ihr mit den verschiedenen Schiebereglern und legt damit fest, wie stark der Effekt des Ein- oder Ausprägens des UI-Elements in den Hintergrund sein soll. Die Lichtquelle stellt ihr über einen Klick auf eines der vier Dreiecke rund um das UI-Element ein.

Adam Giebl stellt den Generator kostenfrei zur Verfügung, freut sich aber über jeden Kaffee, den Nutzer ihm spendieren.

Das ist Neumorphismus

Kartenbasiertes Design ist mit Googles Material-Design-Konventionen populär geworden. Es kennzeichnet eine sehr geometrische Gestaltungsmethode, die Inhalte ? egal, ob Text oder Medien ? in einzelnen Karten auf einem homogenen Hintergrund sammelt. Die Karten sehen dabei aus, als schwebten sie über dem Hintergrund. Ansonsten sind sie völlig flach gestaltet.

Unter dem Begriff ?Neumorphismus? oder ?New Skeuomorphismus? schickt sich ein neuer Trend an, diese abstrakte Darstellungsart wieder etwas näher an die Realität zurückzuführen.

Anstelle der schwebenden Karten und sonstigen UI-Elemente nehmen wir dabei an, dass wir die Elemente aus einem einzigen soliden Material zusammen mit dem Hintergrund erstellen. Wir prägen quasi Elemente in das Material ein oder aus ihm heraus. So entsteht eine homogene Benutzeroberfläche, die dennoch durchstrukturiert wirkt.

Dadurch, dass wir Elemente aus dem Material heraus-, aber auch hineinarbeiten können, erhalten wir die Möglichkeit, Interaktion zu gestalten, indem wir schlicht einen Status mit ein- und den anderen mit ausgeprägt verbinden. Dabei ist indes zu beachten, dass wir uns damit in das Mikrointeraktionsdesign begeben, das die Einhaltung weiterer Regeln verlangt.

Passend dazu: Warum Microinteractions über den Erfolg deiner Web-App entscheiden



MySQL Storage Engine Vergleich – Warum MyISAM?

Neuerdings ist InnoDB die Standard-Engine von MySQL, was ich echt vernünftig finde. Ich finde es erstaunlich, wie sich MyISAM so lange halten konnte und würde gern verstehen, warum. Meiner Meinung nach zeichnet die Verbreitung von MyISAM ein trauriges Bild für Webanwendungen im Allgemeinen. Foreign Keys sind ein Segen! Deshalb die gewagte Aussage: Webanwendungen werden oft als wilder Hack hingeschustert, weswegen auch auf Datenbankseite keine vernünftige Integrität gebraucht wird.

Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, wie es MyISAM zu solch einer hohen Verbreitung geschafft hat. Nachfolgend führe ich nochmal eine kleine (von mir kommentierte) Gegenüberstellung auf, die die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale umfasst:

MyISAM

  • Die Daten-Speicherung in little endian soll für eine Maschinenunabhängigkeit / Betriebssystemunabhängigkeit sorgen – Ich weiß nicht, in wiefern das im Webumfeld praxisrelevant ist (LAMP als Standard-Stack). Kommentare hierzu erwünscht!
  • NULL-Werte sind in indizierten Spalten zulässig
  • MyISAM unterstützt FULLTEXT-Indizes, Blobs und Text-Columns sind indizierbar – Praktisch!
  • Die Höchstlänge für Schlüssel beträgt 1000 Bytes (kann aber durch ein rekompilieren beliebig angepasst werden)
  • eine MyISAM-Tabelle kann maximal 64 Indizes haben – sollte reichen, wer mehr braucht hat oft beim Design was falsch gemacht.
  • Pro Index dürfen es bis zu 16 Spalten sein
  • Jede Tabelle wird getrennt gespeichert: Das Manual sagt dazu:

    Jede MyISAM-Tabelle wird in drei Dateien auf der Festplatte gespeichert. Die Namen der Dateien beginnen mit dem Tabellennamen und haben eine Erweiterung, die den Dateityp angibt. Eine .frm-Datei speichert das Tabellenformat. Die Datendatei besitzt die Erweiterung .MYD (MYData). Die Indexdatei hat die Erweiterung .MYI (MYIndex).

  • Wohl das wichtigste Unterscheidungsmerkmal: MyISAM arbeitet mit Table-Locking. Das ist beim Lesen schneller als das Row-Locking von InnoDB, wird aber bei parallelen Reads/Writes die Schreibvorgänge verzögern. Siehe dazu: Erzeuger-Verbraucher-Problem.

InnoDB

  • Man liest – verglichen mit MyISAM – oft von einer sichereren Recovery im Fall eines Crashes
  • Referentielle Integrität durch Foreign-Key-Unterstützung. Für mich DAS Feature.
  • Transaktionen. In ernstgemeinten, kritischen Anwendungen geht es nicht ohne.
  • Das Manual sagt zur Serverauslastung:

    InnoDB has been designed for maximum performance when processing large data volumes. Its CPU efficiency is probably not matched by any other disk-based relational database engine.

Vielleicht habe ich ein Killer-Argument für MyISAM übersehen? Und was spricht eigentlich gegen eine gemischte Verwendung von MyISAM / InnoDB in der selben Datenbank je nach jeweiliger Anforderung an eine Tabelle?

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