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Mein Einstieg ins Affiliate Marketing

Bei mir lief es folgendermaßen ab: Als ich ungefähr die ersten 1.000 Besucher im Monat auf meiner Webseite hatte, war die Versuchung groß. Erfahrungsberichte von gestandenen Online-Profis – vor allem jene von Peer Wandiger – machten Lust auf das große Geld verdienen im Internet.

Obwohl mir damals nur Googles AdSense ein Begriff war, schienen die Möglichkeiten gigantisch. Artikel schreiben, massig Traffic abgreifen, ein bis zwei AdSense Banner einbauen, Geld kassieren – total simpel.

Natürlich musste ich schnell feststellen, dass es so einfach nicht funktioniert. Meine naiven Hochrechnungen musste ich immer wieder nach unten korrigieren; eine AdSense-CTR von 5% bei einem durchschnittlichen CPC von 1,- EUR? Nicht wirklich…

Nach dem Hochmut kam wie so oft der Fall. Ich war enttäuscht von Google AdSense und den „lausigen“ Einnahmemöglichkeiten, konzentrierte mich also schnell wieder auf meine Tätigkeit als freiberuflicher Webentwickler. Meine Traumvorstellung „Geld im Schlaf verdienen“ blieb jedoch weiterhin im Hinterkopf.

Neben meinem täglichen Besuch von Selbständig-im-Netz.de kam auch noch der Blog von Soeren Eisenschmidt (eisy) hinzu. Dort ging (und geht es natürlich weiterhin) noch mehr um das Geld verdienen im Internet, vor allem durch Affiliate Marketing. Bei meiner Arbeit als Programmierer wurde die Einarbeitung in Themen wie Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing immer wichtiger. Dieses gewonnene Wissen konnte ich auch auf eigene Projekte übertragen und den Traffic erheblich steigern.

Ein Lichtblick

Eher durch Zufall ersteigerte ich Anfang 2009 die Domain www.modern-warfare-2.de. Als der Release-Termin des Spiels immer näher rückte, versuchte ich mein gewonnenes SEO-Wissen auf dieses Projekt anzuwenden. Natürlich verfügte ich noch nicht über das Know How und Kapital um die Webseite zum Keyword „Modern Warfare 2“ in den Top 10 zu bringen. Dennoch konnte ich über mehrere Monate zum Suchwort „Cod 6“ den ersten Platz bei Google halten.

Da ich mit AdSense derzeit immer noch auf dem Kriegsfuß stand, war mir klar, dass ich damit nicht monetarisieren werde. Rückblickend die richtige Entscheidung. Also suchte ich nach einer Alternative, ich wollte das Produkt selber bewerben. Zanox, Affili.net & Co. waren mir damals noch kein Begriff, vom Amazon Partnernet hatte ich allerdings schon mal etwas gehört. Die Anmeldung war getätigt, die ersten Banner (eher schlecht als recht) eingebaut.

Am Tag, als das Spiel in Deutschland erschien, konnte ich über das Amazon Partnerprogramm über 40 Exemplare von Call of Duty: Modern Warfare 2 verkaufen. Ein Spiel ergab bei einer Provision von 5% ungefähr 2,50 EUR – ich konnte also an diesem Tag (und den folgenden) über 100,- EUR umsetzen. Ihr könnt euch vorstellen, dass dies für einen 19-jährigen – der nebenbei seinen Zivildienst zu einem Stundenlohn von 1,50 EUR absolvierte – viel Geld war.

Der Knoten war geplatzt

Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass es möglich ist, mit Affiliate Marketing gutes Geld zu verdienen. Nebenbei habe ich bei diesem Projekt nicht nur Einnahmen gewonnen, sondern auch einiges an Know How. Es bringt wenig, ein beliebiges Werbemittel auf die Webseite zu klatschen, auf die Relevanz kommt es an.

Außerdem ist es für Einsteiger wichtig, die richtige Nische zu erwischen. Beim „Call of Duty„-Projekt hatte ich das Glück frühzeitig zu entdecken, dass ich zum richtigen Nischenkeyword gut ranke. Auch mit wenig Traffic lassen sich schon gute Ergebnisse erzielen, vorausgesetzt ihr investiert bei der Keyword-Recherche genügend Zeit.

Desweiteren lege ich jedem Einsteiger die Verwendung des Amazon Partnerprogramm ans Herz. Dort ist es sehr einfach gezielt bestimmte Produkte zu verlinken. Bei den großen Netzwerken geht dies nur über Produktlisten (meistens im .csv-Format), welche sich für Einsteiger nicht wirklich eignen. Produkte bis 200,- EUR lassen sich bei Amazon vernünftig über Textlinks bewerben. Desweiteren stehen individuelle Widgets zur Verfügung.

Euer Einstieg ins Affiliate Marketing

Mich interessiert wie euer Einstieg verlaufen ist. Wahrscheinlich wird er bei den meisten schon länger zurückliegen, deshalb bin ich noch gespannter: War Amazon bei auch bereits die erste Anlaufstelle? Oder doch AdSense? Etwa gleich über Netzwerke?

Freue mich auf eure Kommentare.